Was lange währt…

Neun Monate nach Abgabe meiner Diplomarbeit halte ich heute nun endlich mein Zeugnis in den Händen. Es scheint wahrlich eine schwere Geburt gewesen zu sein, doch bin ich nun wirklich froh das Ergebnis in den Händen zu halten – auch wenn es keine wirklichen Überraschungen gab.

 

Es ändert sich dadurch natürlich nichts, denn ich arbeite inzwischen schließlich auch ohne Zeugnis schon beinahe acht Monate in meinem Job. Doch insgesamt ist es schon ein gutes Gefühl – und das Kapitel Studium kann nun endgültig und offiziell geschlossen werden… zumindest vorerst! 😉

Medientage München 2007

Gestern habe ich im Rahmen des MedienCampus Bayern e.V. auf den Medientagen München einen Vortrag über meinen Kurzfilm gehalten. Nachdem ich – aufgrund der frühen Stunde – anfangs befürchtet hatte, dass sich niemand dazu einfindet, kamen letztendlich doch knapp 10 Besucher in den gemütlichen Präsentationsraum. Akustik und Lichtbedingungen waren eine Katastrophe. Ernsthaft, wer denkt sich solch eine Installation aus? Dennoch hat nur eine Zuhörerin fluchtartig den Raum verlassen. Am Ende des Vortrags haben zwei Zuhörer sogar noch echtes Interesse bekundet – danke noch einmal dafür!

Nach einer knappen Stunde war der Spuk auch schon wieder vorbei und ich durfte mir die Medienmesse in aller Ruhe ansehen.

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Eine knappe halbe Stunde später war ich dann auch durch. Zwei Mal. Ernsthaft: Wie langweilig kann man solch eine Messe aufziehen? Der Messebereich war mit pompösen Ständen zugepflastert, in denen hauptsächlich HDTV, IPTV und Handy TV angepriesen wurden. Mehr oder weniger effektiv. Messehostessen haben versucht ihre Werbeartikel unter das Volk zu bringen und an den Ständen hingen die Promoter gelangweilt herum und haben Kaffee geschlürft. Vermutlich um den Kater des Vorabends zu vertreiben, von dem noch diverse leere Bier- und Weinflaschen gezeugt hatten.

In der sogenannten MedienArena, die hauptsächliche Angebote für den Mediennachwuchs zur Verfügung stellte, sah die Sache nicht viel besser aus. Offiziell wurden die JugendMedienTage erst um 12:00 Uhr eröffnet – die vorher angebotenen Veranstaltungen liefen folglich ohne Zielgruppe ab. Zeitplan und Organisation waren ohnehin eine einzige Katastrophe.

Auf den Podiumsdiskussionen in der MedienArena ging es um Themen, die an den Interessen von jungen Leuten häufig völlig vorbei gingen. Selbst wenn das Thema angemessen gewesen wäre, hat man gemerkt, dass da nur Leute sitzen, die sich selbst gerne reden hören. Schade. Ich wäre als Jugendlicher völlig gelangweilt nach Hause gegangen – und nachdem ich bis zum Nachmittag noch einige Informationen zu meinem ehemaligen Studiengang verteilt hatte, bin ich das dann auch.

Für mich waren die Medientage ein klarer Reinfall. Größtenteils vollkommen an der Zielgruppe vorbei geplant. Dennoch bin ich mit einem guten Gefühl nach Hause gefahren. Mein Professor hatte mir nämlich meine Diplomarbeitsnote verraten. Eine glatte 1,0 – mit dem offiziellen Abschlusszeugnis rechne ich allerdings (Hochschulverwaltung sei Dank) nicht vor Anfang des nächsten Jahres.

bitte nicht berühren! bei Sunville

Die Jungs von Filmtrip.de hatten vor einiger Zeit zu einem kleinen Kurzfilm-Wettbewerb aufgerufen. Trotz überwältigender Konkurrenz konnte sich „bitte nicht berühren!“ letztendlich bei der Jury durchsetzen.

Meinem Kurzfilm wird nun die Ehre zuteil, auf dem Sunville-Festival am 25. August vor der Trailer-Premiere von „Mitfahrgelegenheit“ zu laufen. Weitere Informationen finden sich unter folgendem Link:

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Alles Weitere zu „Mitfahrgelegenheit“ gibt es wie immer auf Filmtrip.de – reinschauen lohnt sich!

Fertig! Geschafft! Done! Aus! Ende! Schluss!

Vor knapp 10 Monaten habe ich mit der Arbeit an meiner Diplomarbeit begonnen. Damals noch mit der Recherche zu einem gänzlich anderen Thema. Vor knapp 8 Monaten habe ich schließlich damit begonnen eine Idee zu entwickeln, die letztendlich die Grundlage für das Endprodukt war. Vor knapp 4 Monaten bin ich endlich in die Produktion gegangen. Die darauf folgende Zeit habe ich einerseits mit der Theorie, andererseits mit der praktischen Umsetzung meines Themas, sowie der Postproduktion des Kurzfilms, verbracht.

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Nach der Korrektur- und DVD-Phase habe ich die Arbeit Anfang der Woche drucken lassen. Zum Schnäppchenpreis von 180,00 Euro inklusive Hardcover-Bindung für 5 Exemplare à 134 Seiten und unzählige Cover- und Label-Seiten. Wer hätte das gedacht? Ein wenig Recherche und ein paar Verhandlungen können da doch einiges bewegen.

Auf dem Bild seht ihr nun das Ergebnis unzähliger Arbeitsstunden. Ich bin nun wirklich sehr, sehr froh und beginne gerade erst zu realisieren, dass ich mit diesem Kapitel mein Studium nun wirklich abgeschlossen habe. Ein befriedigendes und doch befremdliches Gefühl. Nach dem Urlaub werde ich mich an die Jobsuche machen. Das Ende einer Ära.

Den Kurzfilm bekommt ihr an dieser Stelle noch im Laufe der Woche  zu sehen. Ich werde nun erst einmal ein paar Tage des Nichtstuns genießen… so ist zumindest der Plan.

Kostenexplosion

Das Datum der Abgabe nähert sich unaufhaltsam. Zeit also, sich Gedanken über den Druck zu machen. Was ich bei meinen Nachforschungen entdeckt habe, lässt mir nun fast die Luft wegbleiben: Da kostet eine DIN A4-Seite im Farbdruck durchschnittlich 0,50 Euro – das war einmal 1 DM! Mit meinen ca. 135 Seiten komme ich bei den anvisierten 5 Exemplaren in Preisregionen, bei denen mir schwindlig wird.

Das absolut günstigste, was ich bisher gefunden habe sind immer noch stolze 0,32 Euro – und das auch nur, weil es Anfang August eine 20%-Aktion gibt. Warum habe ich nur so viele Farbbilder bzw. -grafiken? Insgesamt werde ich wohl – inklusive Cover und DVD-Label – auf ca. 250,00 Euro kommen. Ohne jegliche Form einer Bindung o.ä.

This is Madness! 😯

Mit Produktionskosten und PC-Reparaturen aufgrund von Verschleißerscheinungen komme ich mit den Druckkosten dann auf knappe 1000,00 Euro Kosten für meine Diplomarbeit. Das muss man erstmal wieder reinholen. Von den 485,00 Euro Semestergebühren einmal gar nicht zu sprechen.

Wer eine günstigere Druckmöglichkeit weiß, darf sich gerne melden – von einem Paypal-Spendebutton sehe ich vorerst noch ab… obwohl ich es ja wie bei den Extended Editions von „Der Herr der Ringe“ machen und Nennungen im Abspann verkaufen könnte… 😉

Edit: Die 20%-Aktion gab es letztes Jahr. Ich liebe nicht aktuelle Webseiten.

Rage Against the Machine

Nachdem nun all meine Bestellungen endlich angekommen sind, habe ich mich heute gegen ca. 14:30 Uhr an den Ausstausch meines Motherboards gewagt. Man hat ja schon viele Horrorgeschichten darüber gelesen, doch zunächst hat sich die Bastelei als relativ problemlos erwiesen. Natürlich habe ich alle Steckverbindungen löblich abfotografiert, um später nicht in Panik verfallen zu müssen:

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Im weiteren Verlauf hat sich allein das Umsetzen des Prozessors als Herausforderung erwiesen, da ich zunächst die alte Wärmeleitpaste wegschleifen musste. Nachdem nun alle Teile umgesetzt waren, habe ich die Kiste angeschlossen und gestartet. Passiert ist – wait for it! – nichts. Welch Überraschung.

Gestreikt hat dieses Mal Windows – und das obwohl ich extra ein identisches Motherboard besorgt hatte. Nach unzähligen gescheiterten Versuchen die Windowsinstallation zu reparieren – so gegen 19:00 Uhr – habe ich beschlossen, dass diese Vorgehensweise wohl zu keinem Erfolg führen wird. Also altes Motherboard wieder bestückt. Eine spannende Arbeit, zweimal so kurz aufeinander.

Beim Einbau des alten Motherboards habe ich es dann gewagt, doch noch einmal den zweite RAM-Slot zu benutzen – und siehe da: Der Speicher wurde erkannt! Wieso auch immer. Ich hatte den Slot ja nur schon ein gutes dutzend Mal getestet. Nach einer Neuinstallation diverser Treiber läuft nun auch mein System wieder. Yeah! Allein die Temperatur macht mir etwas Sorgen. Ich hoffe das Wärmeleitpad hält, was es verspricht.

Zusammenfassend lässt sich festhalten: Es war lediglich die Grafikkarte defekt, gekauft und ausgetauscht hatte ich jedoch zudem Netzteil und Motherboard. Der Spaß hat mich ca. 3 Tage Arbeit und – trotz Rücksendung nicht genutzter Teile – ca. 80 € gekostet.

Tage wie diese… bringen mich noch an den Rande des Wahnsinns.