Filmmusik-Gala zur Oscarnacht 2014

Von 2008 bis 2010 habe ich stets sehr gerne DIE GROSSE WELT DER FILMMUSIK des Klassik Radios besucht, doch danach wurde diese Konzertreihe leider eingestellt, was doch eine Lücke hinterlassen hat. Ersatz gab es dieses Jahr in Form der FILMMUSIK-GALA ZUR OSCARNACHT 2014 in Amberg, was ein idealer Anlass war erneut Klassiker der Filmmusik in einem Live-Konzert genießen zu können.

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Die Auswahl der Stücke hat mir wirklich gut gefallen, wenngleich ich einige Themen auch schon mehrfach live erlebt habe. Dies ist jedoch keinesfalls abwertend zu verstehen, denn auf die richtige Mischung kommt es an – und die fand ich wirklich hörenswert, zumal ich die Kompositionen von John Williams sehr mag:

  1. 20th Century Fox Fanfare (Alfred Newman)
  2. Miss Marple (John Goodwin)
  3. Star Trek: Der Film (Jerry Goldsmith)
  4. Forrest Gump (Alan Silvestri)
  5. Schindlers Liste (John Williams)
  6. Indiana Jones: Jäger des verlorenen Schatzes (John Williams)
  7. Pirates of the Caribbean: Fremde Gezeiten (Hans Zimmer)
    Konzertpause
  8. Die glorreichen Sieben (Elmer Bernstein)
  9. Spiel mir das Lied vom Tod (Ennio Morricone)
  10. Winnetou (Martin Böttcher)
  11. Star Wars: Episode I (John Williams)
  12. Der Soldat James Ryan (John Williams)
  13. Amistad (John Williams)
    Zugaben
  14. Der König der Löwen (Hans Zimmer)
  15. Mission (Ennio Morricone)

Insgesamt war es ein toller Abend – selbst wenn das Orchester nicht immer ganz an die Professionalität der Berufsmusiker des Klassik Radios herangereicht hat. In jedem Fall eine starke Leistung so etwas auf die Beine zu stellen.

Die Moderation wirkte leider größtenteils bemüht und oft kam es mir so vor, als hätte man sich kurz vor dem Konzert nur einmal den Wikipedia-Eintrag zum Film durchgelesen. Bei nahezu jedem Stück hätte ich weit interessantere Fakten zu Film und Komponist parat gehabt. Kritik ist jedoch leicht geübt und bei solch einem gemischten Publikum darf man vielleicht auch gar nicht zu sehr in die Tiefe gehen.

Alles in allem war das Konzert auf jeden Fall eine gelungene Einstimmung auf die Oscarnacht – auch wenn diese wohl erneut relativ unbemerkt an mir vorüberziehen wird…

Mein Leben in 25 Songs

Ich habe einmal wieder ein Stöckchen zugeworfen bekommen. Dieses Mal geht es ausnahmsweise einmal nicht um Filme, sondern um Musik: juliaL49 möchte von mir wissen, was die entscheidenden Songs in meinem Leben waren. Puh, keine leichte Aufgabe. Dennoch habe ich mich auf eine musikalische Reise in die Vergangenheit begeben und wurde tatsächlich fündig. Die folgenden Reihenfolge ist dem Versuch geschuldet eine gewisse chronologische Abfolge einzuhalten, was nicht immer ganz einfach war. Über Musik schreiben ist wie zu Architektur tanzen. Dies dürft ihr gerne nach dem Klick:

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Gehört: Death Cab for Cutie – No Sunlight

Seit langer Zeit einmal wieder Musik im Auto gehört. Dabei ist mir aufgefallen, wie wichtig mir in den letzten Jahren Songtexte geworden sind. Zuvor gab es nur die Melodie, doch inzwischen weiß ich einen guten Text fast mehr zu schätzen. Im Idealfall natürlich das perfekte Zusammenspiel, wie bei NO SUNLIGHT von DCFCs fantastischer NARROW STAIRS. Das Gefühl, das der Song beschreibt, kenne ich nur zu gut – besonders wenn ich so meinen Nachwuchs betrachte:

When I was young, lying in the grass
I felt so safe in a warming bath
Of sunlight,
Of sunlight.

Vast open sky
Could do no harm
Like an embrace
From mother’s arms
In sunlight,
In sunlight.

In sunlight,
In sunlight.

With every year that came to pass
More clouds appear until the sky went black
And there was
No sunlight,
No sunlight.
And there was
No sunlight,
No sunlight anymore.

You disappeared at the same speed
The idealistic things I believed
The optimist died inside of me
No sunlight,
No sunlight.

No sunlight,
No sunlight.

You disappeared with the same speed
The idealistic thing I believed
The optimist died inside of me
No sunlight,
No sunlight.

No sunlight,
No sunlight.

No sunlight,
No sunlight,
No sunlight,
No sunlight anymore.

Hört doch einfach selbst rein: NO SUNLIGHT auf YouTube

Jack the Lion

Schon erstaunlich, dass es selbst für diese Situation den perfekten Song gibt. Mich hat JACK THE LION schon immer berührt, doch nun hat mich der Inhalt des Songs auch eingeholt: Zwar ist der Löwe in den letzten Jahren schon zahmer geworden, dennoch unvorstellbar, dass er nun nie wieder brüllen wird…

Rake up all the leaves in pleasant valley,
It’s the last day of my visit, (up-state New York)
To pay respects to the old man.
He’s still got his sense of humour,
But his body fails him,
He’s surrounded by loved ones,
And that only goes so far,
And does he know where he is?
I doubt it.

Jack the lion roaring his last,
Like a vision sent from the past,
Bedside, crying, holding his hands,
Strong hands.

Finally get a moment alone with the old man,
He’s having trouble breathing,
And he’s not the only one, only one,
He wonders where time goes,
And why we haven’t spoken for so long.
He regrets it,
He forgets it,
And none too soon…
Because he’s closing his eyes and fading.

Jack the lion roaring his last,
Like a vision sent from the past,
Bedside, crying, holding his hands,
Strong hands.

We thank you for uniting,
We thank you for the cause,
We thank you for the lion,
We thank you for the claws.

Come see him again,
Come see him again,
Come see him again,
Come see him again.

Bop, bop, bop.

Jack the lion roaring his last,
Like a vision sent from the past,
Bedside, crying, holding his hands,
Strong hands.

Jack the lion roaring his last,
Jack the lion roaring his last.

HARVEY DANGER, WHERE HAVE ALL THE MERRYMAKERS GONE? (1997)

Bernd Begemann & Die Befreiung – Wilde Brombeeren

Über Musik habe ich an dieser Stelle schon lange nichts mehr geschrieben. Überhaupt habe ich mich in letzter Zeit nicht mehr wirklich intensiv mit aktueller Musik beschäftigt. Doch die neue Platte von BERND BEGEMANN & DIE BEFREIUNG musste es dann doch sein. Zumal es zurzeit fast schon die einzige Möglichkeit ist – kleiner Vorwurf an die Flimmerfreunde – Bernd zu hören. Doch auch abgesehen davon lohnt es sich in WILDE BROMBEEREN reinzuhören.

Etliche Songs klingen schon beim ersten Hören bekannt. Andere treffen einen unvorbereitet und wieder andere zünden erst beim wiederholten Durchlauf. Sowohl der Eröffnungssong GIB MIR EINE ZWÖLFTE CHANCE als auch der Abschluss des Albums DIE TANZFLÄCHE BRAUCHT DICH gehen sofort ins Ohr und bleiben mit ihrer beinahe schon schlagerartigen Anmutung penetrant dort hängen. Begemann-Pop in Perfektion.

Besonders angetan haben es mir ansonsten die Songs TEIL DER LEBENDIGEN STADTTEILKULTUR, in dem das Hipstertum entspannt auf die Schippe genommen wird, ICH ERKLÄRE DIESE KRISE FÜR BEENDET, der Schlichtungssong für alle Streitigkeiten, und DEIN TROTTELFREUND MEINT, in dem Bernd davon singt was man selbst wohl nur allzu oft denkt. Auch die restlichen Songs sind hörenswert und die Zulunft wird zeigen, welche davon wirklich das Zeug dazu haben als Dauerbrenner durchzuhalten.

Erneut ist Bernd Begemann ein wunderbares Album gelungen, das besonders all denen gefallen dürfte, die auch gerne mal den Texten lauschen.

Anspieltipps:
WEIL WIR WEG SIND
GIB MIR EINE ZWÖLFTE CHANCE

(Links zur offiziellen MySpace-Seite der Band)

50% Rabatt auf MP3s bei Saturn

To make a long story short: Bei Saturn gibt es noch bis morgen (05.12.2010) 50% Rabatt auf alle MP3s (wohlgemerkt ohne DRM). Da lässt sich so das eine oder andere Schnäppchen machen.

Ich habe versucht meinen Kaufdrang zu zügeln und mich zunächst auf drei essentielle Alben beschränkt. Somit gab es:

NEON BIBLE von ARCADE FIRE für 3,64 Euro
KING JAMES VERSION von HARVEY DANGER für 4,99 Euro
MAVERICKS von JOHNOSSI für 3,64 Euro

Endlich wieder neues Futter für die Ohren! 🙂

Jimmy Eat World – Invented

Es gibt nur noch wenige Bands deren Alben ich mir heute noch direkt am Erscheinungstag hole. Ganz klassisch auf CD. Haptisch. Zum Anfassen. Zu diesen Bands gehören ohne Zweifel JIMMY EAT WORLD. Seit nun schon 10 Jahren begleitet mich das Quartett rund um Sänger Jim Adkins auf meinem Lebensweg. Somit gehört die Band aus Arizona unbestritten zum Soundtrack meines Lebens. Ob sie sich mit INVENTED selbst neu erfunden haben?

Neu erfunden wohl nicht, aber ohne Zweifel haben sich JIMMY EAT WORLD weiterentwickelt. Ob das Album nun noch poppiger ist, als der Vorgänger CHASE THIS LIGHT? Wenn man den Einstiegstrack HEART IS HARD TO FIND mit seinem exzessiven Streichereinsatz hört, dann könnte man das durchaus meinen. Doch bereits der zweite Song – und die erste Single-Auskopplung – MY BEST THEORY bringt uns den bekannten JIMMY EAT WORLD-Sound zurück.

Wie bereits auf den Vorgängeralben verstecken sich die besten Songs hinter den untypischeren Arrangements. Jetzt schon Favoriten zu nennen fällt mir schwer. EVIDENCE hat es sich schon recht bequem in meinen Gehörgängen gemacht, ebenso wie COFFEE AND CIGARETTES oder STOP. Wie bereits beim letzten Album haben für mich die beiden letzten Songs – der Titelsong INVENTED und das Finale MIXTAPE – wohl das größte Wachstumspotential. Doch ob sich das bewahrheitet, wird sich erst in den kommenden Wochen zeigen. CHASE THIS LIGHT hat sich – nach zögerlichem Anfang – schließlich auch in mein Herz gespielt.

Anspieltipps:
MY BEST THEORY
EVIDENCE
COFFEE AND CIGARETTES
(Links zum kompletten Album auf der offiziellen MySpace-Seite der Band)

Legaler Download: Harvey Danger – The Show Must Not Go On & Dead Sea Scrolls

Nachdem sich HARVEY DANGER letztes Jahr aufgelöst hatten, gab es gestern ziemlich spontan gute Nachrichten für alle Fans. Wie bereits das famose Vorgängeralbum LITTLE BY LITTLE bieten HARVEY DANGER auf ihrer Webseite neue und alte Songs zum kostenlosen Download an.

Hier der Link zur Download-Seite:
HARVEY DANGER – THE SHOW MUST NOT GO ON & DEAD SEA SCROLLS

Der posthum veröffentlichte Abschiedssong ist ein wunderbares Geschenk an die Fans und auch die Sammlung aus B-Seiten, Raritäten und Live-Aufnahmen birgt so manchen Schatz. Thank you for the music!

The Weakerthans – Live at the Burton Cummings Theatre

THE WEAKERTHANS sind leider eine Band, deren Liveauftritte in greifbarer Nähe leider rar gesäht sind. Dabei ist die Truppe aus Winnipeg, Kanada eine famose Liveband. Somit war es nur eine Frage der Zeit bis mit LIVE AT THE BURTON CUMMINGS THEATRE eine Livealbum auf den Markt kommt, das kaum Wünsche offen lässt. Es enthält nicht nur eine Konzert-CD mit 18 Songs und famoser Atmosphäre, sondern bietet den gleichen Inhalt als Video-DVD in Dolby Digital 5.1 abgemischt. Ein famoses Erlebnis.

Für mich sind THE WEAKERTHANS so oder so über jeden Zweifel erhaben und wenn man diesem Konzert beiwohnt, das sie in ihrer Heimatstadt gespielt haben, dann weiß man auch warum diese Band so fantastisch ist. Ob mit EVERYTHING MUST GO! leise Töne oder mit ASIDE treibende Kracher gespielt werden, das Publikum geht wunderbar mit und die Live-Atmosphäre lässt keine Wünsche offen.

Auch für – oder besonders für – Neueinsteiger hält diese CD/DVD-Combo einen gigantischen Gegenwert parat. Für knapp 13 Euro gibt es eine sehr gute Auswahl an Songs (wenngleich auch einige meiner Lieblinge fehlen), die Lust auf mehr macht. Die Konzert-DVD ist zudem mehr als nur eine Beigabe und rechtfertigt für Fans sowieso schon allein den Kauf der Scheibe. Musik, die einfach glücklich macht.

Anspieltipp:
TOURNAMENT OF HEARTS (Ausschnitt der Live-DVD)

Gehört: The Weakerthans – Everything Must Go!

Gestern während einer verregneten, nächtlichen Autofahrt gehört. Dabei wieder einmal festgestellt, dass EVERYTHING MUST GO! eines meiner absoluten Lieblingslieder der fantastischen THE WEAKERTHANS ist. Bereits seit 10 Jahren in meinen Ohren und noch immer magisch:

Garage sale. Saturday.
I need to pay my heart’s outstanding bills.
A cracked-up compass and a pocket watch, some plastic daffodils.
The cutlery and coffee cups I stole from all-night restaurants,
a sense of wonder (only slightly used),
a year or two to haunt you in the dark.

For a phone call from far away
with a „Hi, how are you today?“
and a sign recovery comes to the broken ones.

A wage-slave forty-hour work week (weighs
a thousand kilograms, so bend your knees)
comes with a free fake smile for all your dumb demands,
the cordless razor that my father bought when I turned 17,
a puke-green sofa and the outline to a complicated dream of dignity.

For a laugh (too loud and too long),
for a place where awkward belongs
and a sign recovery comes to the broken ones.
To the broken ones.
To the broken ones.
For the broken ones.
„Our best offer.“

Hört doch einfach selbst rein: EVERYTHING MUST GO! auf YouTube